Marlon

 


... ist etwa 1999 geboren. Mehr als ein Jahr ist er draußen herumgelaufen, ohne daß jemand sich um das Tier gekümmert hätte. Als wir endlich von der Sache erfuhren, war es für Marlon schon fünf Minuten vor zwölf. Er war ungemein angemagert, hatte einen bösen Katzenschnupfen und fühlte sich sterbenselend. Der Bluttest ergab, daß er sich, wohl bei den üblichen Katerkämpfen, Katzenaids eingefangen hatte. Kastration und Entwurmung hat er erstaunlich gut überstanden. Auch seine total kaputte Nase ist inzwischen gut abgeheilt, und er hat kräftig an Gewicht zugenommen. Er ist ein großer Schmuser und erschreckt gern ältere Katzen, obwohl er selbst immer noch ängstlich auf schnelle Bewegungen und Füße reagiert. Vermutlich wurde er getreten und einige kleine Kügelchen unter seiner Haut deuten auf eine Ladung Schrot hin, die ihn aber offensichtlich nicht behindert.

Aufgrund der Aids-Infektion dürften seine Chancen auf Vermittlung aussichtslos sein. Da er sich gut eingelebt hat und gerne mit seinen Artgenossen in den Gartenauslauf geht, soll er in der Pflegestelle bleiben.

 

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